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"Der für die Schufa zuständige Hessische Landesbeauftragte für Datenschutz hält es aufgrund der Wettbewerbssituation für rechtlich vertretbar, dass Strom- und Gasversorger Kundendaten in branchenweiten Datenbanken teilten. "Wenn ich sehe, dass im Markt der Energieversorger schon die ein oder andere Insolvenz passiert ist, hauptsächlich aufgrund nutzloser Akquisitionskosten, dann muss ich dieses legitime Interesse einfach anerkennen"

Ach ja? Wenn ein Unternhmen solche, nicht rentablen, Angebote macht, dann muss es damit rechnen, dass der Kunde abwandert, um ein anderes Angebot anzunehmen. Wenn solche Betreiber dann bankrott gehen, dann ist das Marktwirtschaft und man muss sich das als Anbieter halt vorher überlegen.

Dass ein Datenschützer meint, es sei daher rechtens solche Daten branchenübergreifend zu sammeln und zu verteilen, halte ich schon für einenn Skandal. Eigentlich wäre das sein Job, solche Auswüchse zu verhindern.

Ich habe übrigens noch nie meinen Tarif gewechselt. Die ganzen Verträge mit ihren Fallstricken bei den "billigen" Anbietern zu lesen ud zu verstehen, kostet mich mehr kostbare Lebenszeit, als die paar EUR die am Ende gespart werden können. Die Ersparnis kommt meistens nur über den "Neukundenbonus", der meistens erst am Ende ausgezahlt wird. Wenn er ausgezahlt wird und nicht dann irgendwelche Diskussionen erfolgen bzw. der Anbieter kurz vor Ende der Mindeslaufzeit ganz pleite geht.

tagesschau.de/investigativ/ndr

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@m0urs
Was den realen preislichen Vorteil eines Wechsels des Stromanbieters betrifft, gebe ich dir Recht. Der ist faktisch kaum spurbar. Allerdings ist es auch möglich, die Qualität der Anbieter zu wählen. Ich habe 1998 das erste deutschlandweite Ökostrom Angebot mit aus der Taufe gehoben und jetzt ist es durch die Vergleichsportale wie Verivox möglich, zwischen verschiedenen Stromqualitäten zu wählen. Das finde ich großartig.

@SebastianGallehr Irgendwie bin ich immer ein wenig skeptisch, ob der Strom, der aus der Steckdose kommt, dann wirklich Windstrom oder Solarstrom oder was auch immer ist. Man sieht es halt nicht und muss sich auf die Werbeausagen verlassen ;-) Ich werde bei meinem lokalen Anbieter (die Stadtwerke) bleiben und diesen unterstützen. Verschiedene Tarife für Öko/Green etc. gibt es dort auch.

@m0urs
Mir geht es um die Sinnhaftigkeit der Wahlfreiheit. Und ja, das Elektron fliesst immer den Weg des geringsten Wiederstandes, also bekommst du den Strom aus den nächst gelegenen Erzeugungskapazitäten. Allerdings kannst du den Weg des Geldes, das du ausgibst bestimmen. Das bekommt der Anbieter deiner Wahl und der kann dann die Kapazitäten so ausbauen, wie er/Du es für richtig hälst.

@SebastianGallehr Ok, verstanden. Würde also Sinn machen, wenn ich das Geld meinem lokalen Anbieter gebe, in dem ich dort einen Green-Tarif wähle, denn die Stadtwerke werden wohl noch eine Weile überleben. Den ganzen kleinen, auf den Markt preschenden privaten Anbietern traue ich einfach nicht. Die kassieren das Geld und was sie dann, bevor sie pleite sind, mit dem Geld gemacht haben, weiss keiner. Mir fallen da auf Anhieb ein Teldafax, Flex­strom, Care Energy, BEV, e:veen und da gab es sicher noch einige mehr.

@m0urs
Ich bin hin und her gerissen. Einerseits glaube ich, dass eine diversifizierte lokale Energie Anbieterszene sehr schützenswert ist, andererseits sind die so träge auf dem Weg in die Energiewende, dass sie vieles blockieren bzw. blockieren lassen. Durch die bestehende Vielfalt gibt es aber wirklich auch tolle Unternehmen. Wenn Du Deinem vertraust, dann würde ich den auf jeden Fall unterstützen. Schau aber auch mal nach innovativen Geschäftsmodellen wie z.b. sonnen oder stromdao.

@m0urs @ulrichkelber Man mag ja nur für den hessischen Landesbeauftragten für Datenschutz hoffen, dass er da falsch zitiert wurde. Seit wann ist denn die Wettbewerbssituation ein Maßstab für den Datenschutz. Kommen als nächstes die Mobilfunkprovider, die Krankenkassen oder die Vermieter mit demselben Argument?

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